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19. Mai 2003: "Wölfe im Paradies"Szenen, Portraits und Dialoge aus Robert Hültners Roman
«Der Hüter der köstlichen Dinge» |
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Programm
03.02.2003
10.02.2003
17.02.2003
10.03.2003
17.03.2003
07.04.2003
14.04.2003
05.05.2003
19.05.2003
02.06.2003
23.06.2003
Archiv |
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Livemittschnitt aus dem Club-Voltaire: |
Andere sind unfreiwillig in die Abgeschiedenheit gelangt, wie der desillusionierte österreichische Kabarettist Stritzel, der immer noch auf ein Telegramm von Präsident Roosevelt hofft - und der deutsche Soldat Johann Huck. Der ehrgeizige Gefreite will sich als Spion mit Heldentaten vom Makel seiner Herkunft befreien. Er gerät jedoch als Verletzter unter die Partisanen und lernt die Menschen, die er als Feinde betrachtete, von einer ganz anderen Seite kennen. Schließlich hilft er ihnen, ihr Paradies gegen die Eindringlinge zu verteidigen.
Robert Hültners in ebenso atmosphärisch-herber wie herzhafter Sprache geschriebener Roman fußt auf wahren Begebenheiten und authentischen Quellen über die französische Untergrundbewegung im Dritten Reich.
Fotonachweis:
Matthias Kupfer: Barbara Volkmer
Barbara Lackermeier: Ingrid Theis
Andreas Arnold und Andreas Koll: Montage: Andreas Koll
Wölfe im Paradies? - "Wölfe" war während der Besetzung Frankreichs ein Synonym für die einfallenden Deutschen. Von "Paradies" sprachen in bitterer Ironie die in Südfrankreich auf ihre Ausreise wartenden Exilanten.
Dauer: 2 x ca. 40 Min.
Lesungen der letzten Zeit: Drehbuchlesung Es soll Diamanten regnen mit Renan Demirkan und Konstantin Wecker, Du bist wie eine Hundehütte ... - ein Heinz-Erhardt-Abend, Drei Wochen nach dem Paradies von Israel Horovitz und Der Herr Karl von Helmut Qualtinger.
Daneben Arbeiten in Film und Fernsehen mit Haupt- und Episodenrollen, so zum Beispiel im Alle haben geschwiegen, Anwalt Abel, Die Kommissarin, Tatort und in der deutsch-australischen Co-Produktion Stranded in Wasteland.
Daneben Auftritte in Film und Fernsehen (u. a. Café Meineid, Zwei Brüder, SOKO 5113).
Erste Regiearbeit: Die Reise nach Brasilien von Daniil Charms und eigene Lesung: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde mit Texten von K. Valentin, D. Asül, E. Meier, H. Grill bei KULTURmobil 2000. Ihr Talent zeigte sie als Kabarettistin und Sängerin in Host wos gsogt? (2001)
Andi Arnold
Saxophon - Klarinette - Querflöte. In Sachsen geboren, in München aufgewachsen. Im zarten Alter von fünf Jahren fängt er mit Klavier und Orgel an, wechselt aber bald schon zum Saxophon.
Seit über 20 Jahren Saxophonist in verschiedenen Soul-Bands - derzeit Ecco di Lorenzo and his Innersoul. Mit vielen Big-Bands, u. a. dem International Glenn Miller Orchestra für sieben Jahre auf Tourneen durch Europa.
Musikalischer Begleiter von Liane Hielscher im One-Woman Musical Bubbe Meise und ihrem Chansonprogramm.
Seit 1994 Klezmer-Musiker (Klarinette) in verschiedenen Klezmer-Formationen, wie Shtetlmusikanten und Klezmorim.
Theatermusiker. Aufnahmen bei Fernsehen und Rundfunk. Zahlreiche Platten- und CD-Einspielungen.
Andreas Koll
Jahrgang 1956, geboren in Burghausen, aufgewachsen in Garching an der Alz. Magister für Volkskunde.
Musiker (Akkordeon, Sousaphon, Bariton-Saxophon), Komponist und Autor. Musikförderpreis der Stadt München, zahlreiche Konzerte im In- und Ausland.
Daneben: Zusammenarbeit mit Zoro Babel, Alexej Sagerer, Cornelie Müller, Robert Hültner - Filmmusik, Theaterproduktionen, Rundfunk. Mit Erwin Rehling und Zoro Babel Komponist und Mitglied des DIENSTLEISTUNGSORCHESTERs.
Seit 1998 für den TRIKONT Schallplattenverlag tätig als Herausgeber von CDs mit historischen Tonaufnahmen u. a. zur Münchner Volkssängerunterhaltung. 1999 komponierte er die Musik zum Kriminalprojekt Mörderisches Bayern von Robert Hültner. Sprecher: Udo Wachtveitl und Hans Kriss. Musik: Sebastiano Tramontana, Andreas Koll, Erwin Rehling. Er lebt in München. Spezialität: tief durchatmen. Tätig: seit etlichen Jahren.
Hültners Helden sind Personen, die ihren eigenen Regeln folgen, weil es die Regeln des Menschseins sind. Jeder Leser wird diese Wünsche nach den einfachen, sinnlichen Dingen wiedererkennen, die unabhängig von Macht und Gier jedem zur Verfügung stünden, wenn wir uns nicht fremdbestimmt am genauen Hinschauen hindern ließen. Ein Résistance-Roman, der dennoch das Heute genau so gültig widerspiegelt, wie die Zeit, in der er spielt. [Verlag]
Gerade die Liebe zum scheinbar Verborgenen ist es, die Hültner als großen Romancier ausweist.
[Leipziger Volkszeitung]
Der Schriftsteller Robert Hültner [*1950 in Inzell] wurde vor allem durch seine im Bayern der 1920er Jahre spielenden Kriminalromane bekannt, für die er bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem renommierten Friedrich-Glauser-Preis. Bevor sich der gelernte Schriftsetzer dem Schreiben zuwandte, war er Filmrestaurator, Regisseur von Kurzfilmen und Dokumentationen und tourte mit seinem Wanderkino durch kinolose Dörfer. Er lebt heute als Roman-, Drehbuch- und Theaterautor in München und Südfrankreich.
In seinen Romanen um den geradlinigen Münchner Inspektor Paul Kajetan (Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski, Walching und Die Godin) spürt er der sozialen und politischen Atmosphäre der 1920er Jahre nach. Er entwirft dabei ein Geschichtsbild, das die Schicksale der einfachen Leute zum Thema hat. Wegen seiner "bildhaften Sprache, die sich jeder Bayerntümelei enthält" (Frankfurter Rundschau) gilt er für die Kritik als "so etwas wie der Nachfolger von Oskar Maria Graf" (Süddeutsche Zeitung).
Auch in seinem neuen Roman Der Hüter der köstlichen Dinge, in dem er vom Schicksal deutscher Emigranten in Südfrankreich berichtet, stehen nicht prominente Exilanten wie Lion Feuchtwanger, Anna Seghers oder Alfred Döblin im Zentrum. Hültner erzählt vom Schicksal der vielen Unbekannten, die für ihren Widerstand gegen die Nazidiktatur ebenfalls einen hohen Preis zu zahlen hatten. Es ist ein bisher kaum beachtetes Kapitel der deutschen, aber auch der französischen Geschichte, von dem hier berichtet wird.
Andreas Arnold [Sopran-Saxophon]
Andreas Koll [Akkordeon, Taschenklarinette, Schlagwerk]
KulturBüro Maria Bruckbauer
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